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Sport- und Fitnesskaufmann / Sport- und Fitnesskauffrau

Die Fitnesswelle hat Deutschland mittlerweile bis in die hinterste Ecke überrollt. Große Ketten richten modernste Studios mit immer neuen Geräten ein, aber auch Hotels, ob für Geschäftskunden oder zur Begeisterung der Feriengäste, verfügen über Trainingsräume. Längst geht es dabei nicht mehr nur um den reinen Muskelaufbau oder den perfekten Körper. Auch gesundheitliche Aspekte spielen in unserer bewegungsarmen Zeit eine immer größere Rolle. Vor allem in großen Städten, wo das Joggen nach Feierabend unter Umständen mit längeren Anfahrten verbunden ist, ziehen es viele Menschen vor, schnell für eine Stunde in die "Mucki-Bude" zu gehen.

Für junge, sportbegeisterte Schulabgänger mit Gesundheitsbewusstsein und einem gewissen Maß an Geduld bietet die Branche den perfekten Start ins Berufsleben. Eine Ausbildung zum Fitnesskaufmann ist aber nicht gleichzustellen mit den Aufgaben eines Trainers. Zwar müssen auch die Kaufleute die Geräte bedienen und Übungen erklären können, fast wichtiger ist jedoch die Arbeit hinter den Kulissen. Kaufmännische Kenntnisse sind in einem von starkem Konkurrenzdruck betroffenen Sektor von größter Bedeutung. Dazu gehören auch Dinge wie Rechnungswesen, Marketing oder Materialverwaltung, die vielleicht auf den ersten Blick weniger spannend wirken als die Arbeit als Zumbatrainer.

Einen großen Vorteil hat die umfassende Ausbildung aber allemal: Als reiner Trainer kann man in der Regel in der Fitnessbranche nicht lange arbeiten. Wer nicht mehr superjung und knackig braun ist, wird in einer Branche, die sich extrem an Mode und Schönheit orientiert, nicht allzu lange an vorderster Front stehen können. Spätestens dann zahlen sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Außerdem bieten sie Azubis, die sich weniger für die Arbeit im Studio interessieren, auch die Möglichkeit, in Sportfachgeschäfte zu wechseln.Weitere Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich bei Sportvereinen, denen das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder für die Verwaltung nicht mehr reicht. Dort gehört oft auch die Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Sportfesten zum Aufgabenbereich. Kommunale Sport-ämter, aber auch die zahlreichen privat betriebenen Bäder und Thermen brauchen Fachleute, die Ideen auch aus kaufmännischer Sicht erfolgreich umsetzen.

Neben eigener Fitness sollten Azubis in diesem Bereich also Kreativität und Begeisterung für Zahlen mitbringen. Ein freundliches, gepflegtes Aussehen und außerordentliches Dienstleitungsbewusstsein sind vor allem beim direkten Kontakt zu Kunden unumgänglich.

 
Voraussetzung:
 
Fachoberschulreife
 
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