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Rechtsanwaltsfachangestellter / Rechtsanwaltsfachangestellte

Du möchtest gern in einem Büro arbeiten, aber ein monotoner Job ist nicht dein Ding? Dann denke mal über eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten nach. Abwechslung ist dabei garantiert und wenn du außerdem gern dein gepflegtes Äußeres und deine guten Umgangsformen zeigst, könnte das genau der richtige Beruf für dich sein.

Rechtsanwaltsfachangestellte - immer noch zum größten Teil Frauen - sind nicht nur das Aushängeschild einer jeden Kanzlei, sondern auch kompetente erste Ansprechpartner für Mandanten. Das heißt, sie müssen sich nicht nur in Büroorganisation und Bürokommunikation bestens auskennen, sondern bekommen in ihrer Ausbildung auch einen breiten Einblick in Rechtsgrundlagen, Prozessführung und die Bearbeitung von Klageschriften, Einsprüchen und Beschwerden.

Bei Juristen ganz wichtig: Fristen und Termine müssen eingehalten werden! Der Job ist also bestens für Menschen geeignet, die selbst gut organisiert sind und die wichtigen Dinge im Leben immer auf dem Zettel -oder auf dem Schirm -haben.

Die Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. In der Berufsschule, beispielsweise im OSZ II in der Potsdamer Waldstadt, wird neben Rechtsthemen vor allem Wirtschaft und Rechnungswesen unterrichtet. Azubis sind abwechselnd in den Kanzleien und in der Schule. Sie sollten sichere Rechtschreibkenntnisse und ein gutes Ausdrucksvermögen mitbringen und auch ganz gut in Mathe sein, denn Rechnungen müssen ebenfalls geschrieben werden. Wer Karriere in einer großen Kanzlei machen möchte, sollte außerdem Interesse an Fremdsprachen mitbringen und bereits sein, sich auf dem Gebiet weiterzubilden. 

 
Voraussetzungen:

Mittlerer Schulabschluss, gute Noten in Deutsch und Mathe
 
Verdienst:
etwa 325 Euro im ersten Lehrjahr, Einstiegsgehalt 1.100 bis 1.700 Euro.

Nach der Ausbildung kannst du eine Weiterbildung zur Rechtsassistentin machen, die dir mehr Verantwortung im Arbeitsalltag bringen wird. Dafür musst du noch einmal sechs Monate dranhängen. In vier Semestern kannst du dich zu Rechtswirt weiterbilden. Damit kannst du qualifizierte Arbeiten in allen Bereichen der Justiz und Wirtschaft durchführen. Nach zwei Jahren Berufserfahrung als Rechtsanwaltsfachangestellte kannst du aber auch eine Weiterbildung zum Rechtsfachwirt machen. Das geht berufsbegleitend in eineinhalb bis zwei Jahren und bietet Zugang zu leitenden Positionen, die deutlich besser bezahlt werden.
 
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