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Erzieher / Erzieherin

Du liebst Kinder, hast vielleicht jüngere Geschwister und sorgst schon immer dafür, dass sie sich nicht langweilen und dass es ihnen gut geht? Als Babysitter bist du der Hit und bei Kinderfesten fallen dir immer die besten Spiele ein. Wenn du vorliest, hören dir alle gespannt zu. Das wären schon mal gute Voraussetzungen für einen Beruf, in dem dringend Nachwuchs, auch -männlicher gesucht wird.

Natürlich entspricht die Schilderung einem groben Klischee der Erzieherin, die Realität sieht doch etwas anders aus. Vor allem ist Erzieher kein Beruf, den man direkt nach dem Schulabschluss erlernen kann. Vorausgesetzt wird immer eine mindestens zweijährige Ausbildung im pädagogischen Bereich also beispielsweise als Sozialassistent, und praktische Erfahrung entweder durch einschlägige Praktika, die während dieser Erstausbildung stattfinden, oder durch berufliche Tätigkeiten.

Der Erzieher ist nämlich nicht einfach Kinderbetreuer, sondern ein staatlich anerkannter Sozialpädagoge, dem nach bestandener Abschlussprüfung ganz unterschiedliche Berufswege offen stehen. In Kitas bist du für die frühkindliche Erziehung und Bildung der Kleinen verantwortlich. Du kannst deine Kreativität zwar ausleben, aber nur im abgesteckten Rahmen. Vor allem brauchst du viel Geduld und Nervenstärke, musst bereit sein, nach dem meist schon etablierten pädagogischen Konzept zu arbeiten und den Kindern und ihren Familien völlig Vorurteils- und wertfrei zu begegnen.

Das ist nicht immer einfach, denn Eltern haben oft sehr genaue Vorstellungen von dem, was ihre Kinder dürfen oder sollen, und das muss dem Leitgedanken der Pädagogen nicht unbedingt entsprechen. Du brauchst also auch viel Kommunikationsgeschick im Umgang mit Erwachsenen. Du bist die Person, mit der das Kind mindestens ebenso viel Zeit verbringt, wie mit seinen Eltern, denn wenn es nach Hause kommt, ist vielleicht schon bald Schlafenszeit. All das muss dir bewusst sein, bevor du diesen Berufsweg einschlägst.

Die Ausbildung im OSZ oder an der Fachschule für Sozialwesen dauert drei Jahre in Vollzeit. Dabei hast du die gleichen Ferien wie alle anderen Schulen und kannst die Zeit nebenbei auch zum Arbeiten und Geldverdienen nutzen, denn Praktika fallen in die Schulzeit. Bei einer insgesamt fünfjährigen Ausbildung ist das von großem Vorteil.

 

Voraussetzungen:
 
Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-) Abitur und Berufsausbildung (z. B. zum Sozialassistenten) oder zweijährige Berufstätigkeit in einem ähnlichen Bereich.
 
Probehalbjahr.
Dauer: 3 Jahre Vollzeit Schule
Verdienst: Einstiegsgehalt ab 1.200 Euro
 
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