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Biologisch-technischer Assistent / Biologisch-technische Assistentin

Chemie und Biologie sind deine Lieblingsfächer und du blühst geradezu auf, wenn du beim Anblick von Reagenzgläsern und Bunsenbrennern an all die in-teressanten Versuche denkst, die du gern machen würdest? Schade nur, dass der Chemie-Baukasten, den du als Kind bekommen hast, schon lange nicht mehr ausreicht.

Das sind genau die richtigen Voraussetzungen, um über eine Ausbildung zur Biologisch-Technischen Assistentin (BTA) nachzudenken. Universitäten, Forschungseinrichtungen wie beispielsweise das Max-Planck-Institut oder auch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIFE) brauchen Technische Assistenten für gezielte Untersuchungen in ihren Labors.

So ist der Beruf des BTA entstanden, der in Brandenburg am OSZ Werder erlernt werden kann. Im Gegensatz zu anderen Technischen-Assistenz-Ausbildungen gehen BTAs zwei Jahre nur zur Schule. Laborpraxis erlernen sie in den schuleigenen Einrichtungen und während eines zweimonati-gen Praktikums am Ende des ersten Ausbildungsjahrs.

Ein großer Bestandteil des Unterrichts sind Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Experimenten. Dabei wird auch exaktes Beobachten und kritische Beurteilung der Ergebnisse trainiert. Von großem Nutzen ist das beispielsweise bei der Analyse von Wasser-oder Bodenproben, in der Le-bensmittelindustrie oder auch in der Pathologie und der Kriminalbiologie. Im ersten Lehrjahr nehmen alle Schüler an einem 80-stündigen Projekt teil, für das sie unter realen Bedingungen der Berufspraxis Themen erarbeiten und diese eigenständig präsentieren müssen.

Für diese Ausbildung gibt es nur den einen Standort in Werder. Das bedeutet für die unter 18-Jährigen meist in der Woche Internat auf dem Campus und Wochenenden zuhause bei der Familie. Wer schon erwachsen ist, hat auch die Möglichkeit, ein Privatzimmer in der Stadt zu mieten. Fachkräfte auf diesem Gebiet werden gebraucht. Aber auch ein Studium in einem naturwissenschaft-lichen oder umwelttechnischen Bereich ist später-möglich und lässt sich durch die Ausbildung gut finanzieren. 

 

Voraussetzung:
 
Fachoberschulreife oder (Fach-) Abitur, schriftliche Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf und eine Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung vom Hausarzt. Das erste Halbjahr ist Probezeit. Eigene Laborkleidung muss angeschafft werden, Schulgeld gibt es nicht.
 
Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 2.200 Euro.
 
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