Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Schornsteinfeger / Schornsteinfegerin

Glück soll er bringen, wenn wir ihn berühren, dabei ist der Schornsteinfeger heute nur noch in den seltensten Fällen ein verrußter Geselle. Schornsteine muss er immer noch reinigen, aber die sind mittlerweile längst nicht mehr so schwarz wie zu Ofenheizungszeiten. Und der Schornsteinfeger hat sich zu einem hochqualifizierten Umwelttechniker gemausert.

Schornsteinfeger sind für alle Heizungs-Lüftungs- und Abgasanlagen zuständig und müssen vor allem dafür sorgen, dass immer alles den Umweltschutzvorschriften entspricht. Das bedeutet, dass sie im Kampf gegen die Umweltverschmutzung einen sehr zeitgemäßen Beruf ausüben. Gleichzeitig erstellt sie auch thermische Gutachten und bescheinigen den Hausbesitzern, wie viel Energie sie verbrauchen. Auch damit können sie zum Umweltschutz beitragen, denn heutzutage wird hoher Wert auf gute Dämmung gelegt.

Das bedeutet aber auch, dass Schornsteinfeger kontaktfreudige Menschen sein müssen, die Hausbesitzer gern beraten. Kontrolle ist ebenfalls eine wichtige Tätigkeit in diesem Beruf, denn Sicherheit geht in Heizanlagen über alles, und das betrifft nicht nur den verrußten Kamin, der sich entzünden kann.

In der Regel sind Schornsteinfeger gern gesehene Gäste, es sei denn, ein Kunde hat die regelmäßigen Wartungsintervalle seiner Heizung nicht ernst genommen. Dann kann es schon mal Ärger geben.

Schornsteinfegerbetriebe haben meist feste Kehrbezirke, die im Laufe eines Jahres abgearbeitet werden müssen. Damit du deine Termine planen kannst, hinterlässt du zuvor eine Nachricht im Briefkasten oder an der Tür des Kunden. Da man nicht immer erwarten kann, dass jemand zum vorgeschlagenen Termin zuhause ist, musst du bereit sein, Termine auch zu verschieben. Hilfreich ist dabei natürlich ein Führerschein!

Frauen sind in diesem Handwerk übrigens deutlich unterrepräsentiert, obwohl sie die Arbeit genauso gut wie ihre männlichen Kollegen ausführen können. Aufstiegschancen gibt es durch die Meisterschule. Als Meister oder Meisterin kannst du deinen eigenen Betrieb gründen und dich um eigene Kehrbezirke bewerben.

 

Voraussetzungen:

 

Berufsbildungsreife, Schwindelfreiheit, körperliche Fitness und handwerkliches Geschick, Bereitschaft den Führerschein zu machen.
 
Dauer: 3 Jahre dual
Verdienst: von 470 Euro im ersten bis 630 Euro im dritten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.250 bis 2.000 Euro brutto.
 
© s.g./copyright by BlickPunkt